Unternehmensnachfolge

Die Welle ist da!

Unternehmensnachfolge – Die Welle ist da! - Die Welle ist da! (pexels-paul-loh-233698.jpg)
Katharina Mika (katharina-mika-portrait.jpg)
  News

Ein Unternehmer steht im Laufe seiner Karriere irgendwann wohl oder übel vor einer der schwierigsten Entscheidungen: Der Nachfolgeregelung. Ob fehlende Erben oder ein altersbedingter Rückzug, die Gründe für eine Unternehmensnachfolge sind vielfältig. Schwer fällt dieser Schritt jedoch den meisten Gründern. Besonders bei Familienunternehmen, wo das Unternehmen über Jahrzehnte mit Schweiß und Herzblut aufgebaut wurde, fällt die Entscheidung meist noch schwerer. Laut einer KfW-Studie aus dem Jahr 2019 werden 842.000 Inhaber mittelständischer Unternehmen ihre Tätigkeit bis 2025 aufgeben. 61 Prozent von diesen wollen den Betrieb an einen Unternehmensnachfolger übergeben. Und mittlerweile werden rund 50 Prozent der Familienunternehmen im Rahmen der Unternehmensnachfolge nicht an die nächste Generation weitergegeben, sondern verkauft. Ob nun ein Nachfolger innerhalb der eigenen Familie, durch Dritte, einem Management Buy Out (MBO) feststeht oder ob man sein Lebenswerk verschenken, vererben oder verkaufen will – eine schlecht durchdachte Nachfolgeregelung führt immer zu Problemen.

Sobald die Entscheidung gefallen ist, sich von seinem Unternehmen zu trennen, sollte frühzeitig mit der Planung begonnen werden. Denn eine sorgsame und frühzeitige Planung ist die Weiche für einen strukturierten Verkaufs- bzw. Kaufprozess. Welche Nachfolgelösung für einen selbst die Richtige ist, wird durch eine Analyse der familiären Situation sichtbar. Die Einschaltung eines Beraters zum Zwecke der Objektivierung der eigenen Einschätzung kann in dieser Situation hilfreich sein.
Die Planungsphase sollte auch dazu genutzt werden, die gesellschaftsrechtlichen Voraussetzungen in Bezug auf Gesellschaftsform und Gesellschafterkreis zu schaffen, um zum Nachfolgezeitpunkt ei-nerseits die Handlungsfähigkeit sicherzustellen und andererseits eine steueroptimale Gestaltung der Transaktionsstruktur zu ermöglichen“, teilt uns Thomas Laible, Gründungsmitglied von Transfer Partners mit. Er selbst begleitete im 20-jährigen Transfer Partners-Bestehen bereits zahlreiche mittelständische Unternehmen bei der Vorbereitung und Umsetzung der Unternehmensnachfolge.

Gerade wenn es um das eigene Lebenswerk geht, empfiehlt es sich, einen erfahrenen Berater für den Unternehmensverkauf zu beauftragen. Der Berater ist Spezialist auf dem Gebiet des Unter-nehmensverkaufs und bringt eine unabhängige Sichtweise mit. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Berater die komplizierten Prozesse schon mehrmals durchlaufen hat und diese wesentlich klarer darstellen kann. Der Spezialist entwirft eine maßgeschneiderte Lösung für eine maßgeschneiderte Unternehmensnachfolge. Thomas Laible dazu: „Im Hinblick auf die Einmaligkeit der Situation, der zu berücksichtigenden Sensibilität und dem begrenzten Zeithorizont, darf man sich keine Fehlversuche bzw. Zeitverluste erlauben. Daher empfiehlt sich immer die Arbeit mit Spezialisten, die neben der Vermittlungsleistung den Unternehmen als Partner während des gesamten Verkaufsprozesses bis hin zur Unterzeichnung des Kaufvertrags zur Seite stehen.“
Laible erklärt, dass es von unschätzbarem Wert ist, sich selbst im Klaren zu sein, was der Unternehmer mit der Nachfolge erreichen will und was dieser vom Berater erwartet. Er rät allen, die über eine Nachfolge nachdenken, sich seine eigenen Ziele im Vorfeld zu definieren, sodass man gut vorbereitet mit potenziellen Kandidaten bzw. Käufern sowie mit seinem Berater-Team sprechen kann.

Sobald man den richtigen Berater für sich gefunden und seine Ziele bestimmt hat, geht es ans Eingemachte. Bei einer familieninternen Nachfolge muss man in die Ausbildung des Nachfolgers zur Führungskraft investieren. Wird ein Management Buy Out angestrebt, ist es auch hier wichtig, frühzeitig zu strukturieren, damit z. B. der Kaufpreis für einen Teil der Gesellschaftsanteile über eine erfolgsabhängige Gehaltskomponente des Nachfolgers beglichen wird. Beim Verkauf des Unternehmens schreibt man der Planungsphase ebenfalls große Bedeutung zu.

Zum Schluss erläutert Laible noch: „Zur Gestaltung einer optimalen Transaktion zum Nachfolgezeitpunkt und zur Erzielung des bestmöglichen Kaufpreises muss neben einer guten Position des Unternehmens im Markt auch die Struktur und Organisation im Unternehmen dessen Übertragbarkeit gewährleisten. Für alle Verkaufsvarianten gilt, dass die Ertragskraft des Unternehmens in den Jahren vor dem Verkauf sich auch in den Betriebsergebnissen widerspiegeln sollte. Denn die meist ertragswertbasierte Kaufpreisermittlung berücksichtigt neben den geplanten Ergebnissen der Folgejahre auch die Plausibilität in Bezug auf die Vergangenheit.