Regulatorische Anforderungen als Katalysator für Transaktionen im Defense-Sektor – M&A als Alternative zu langwierigen Prüfungen beim Markteintritt in die Rüstungsproduktion.
Die Auftragslage der deutschen Industrie verbessert sich nach aktuellen Statistiken im Frühjahr 2026 vor allem durch Großaufträge aus dem Defense-Sektor und separiert Unternehmen klar in „Akteure“ und „Zuschauer“. Dies wirft die Frage auf, wie aus Zuschauern aktive Marktteilnehmer werden können – schnell, sicher und wirtschaftlich nachhaltig. Der Aufbau eigener Strukturen kostet vor allem Zeit, unabhängig vom Know-how, und diese Zeit besteht aufgrund der allgemein angespannten Situation für viele Unternehmen nicht, zumal die Ausschreibungen laufen und Akteure gesetzt sind.
Hürden für den Einstieg in die Rüstungsproduktion sind hoch – von Geheimschutz über Exportkontrolle bis Investitionsprüfung und spezifischer Zertifizierungen. Statt langwieriger Neuzulassungen kann der Erwerb eines bereits im Zielsegment tätigen Unternehmens den Markteintritt beschleunigen. Doch auch diese Strategie führt nicht sofort zum Ziel. Eine zentrale Frage bleibt, inwiefern sich Asset und Share Deals unterscheiden und welche Prüfungen unumgänglich bleiben. Mehr dazu im SektorReport auf Seite 3.
Interessantes Beispiel in diesem Kontext ist der Börsengang der Gabler Group AG im Scale- Segment der Frankfurter Wertpapierbörse. Mehr dazu im SektorReport auf Seite 5.