Recycling und Nachhaltigkeit in der Bauindustrie – vom Nischenthema zum Werttreiber, mit Insights aus dem durch Transfer Partners begleiteten Verkauf der Meyer Gruppe an TERRAS.
Transfer Partners beobachtet im Kontext von Sustainability und Kreislaufwirtschaft einen klaren strukturellen Wandel: Recyclingkapazitäten entwickeln sich zunehmend vom nachgelagerten Entsorgungsprozess zu einem integralen Bestandteil industrieller Wertschöpfungsketten. Getrieben wird diese Entwicklung durch steigende regulatorische Anforderungen, knappe Deponiekapazitäten, volatile Rohstoffpreise sowie den zunehmenden Fokus auf CO₂-Reduktion und Ressourceneffizienz.
Insbesondere im Bau- und Infrastruktursektor zeigt sich diese Entwicklung deutlich. Die Europäische Kommission hebt hervor, dass mineralische Abfallströme aus Bau- und Rückbauprojekten eine zentrale Rolle für Ressourceneffizienz und Emissionsreduktion spielen. Parallel dazu betont die OECD, dass integrierte Kreislaufmodelle zunehmend auch ökonomische Effizienzvorteile schaffen, insbesondere durch stabilere Materialverfügbarkeit und geringere Kostenvolatilität.
Vor diesem Hintergrund rücken Geschäftsmodelle in den Fokus, die Recycling nicht isoliert betrachten, sondern operativ in bestehende Wertschöpfung integrieren. M&A-Analysen für 2026 zeigen, dass Investoren verstärkt Plattformen bevorzugen, bei denen Recycling- und Verwertungskapazitäten als strategische Infrastruktur verstanden werden und zur Stabilisierung von Kosten, Margen und Lieferketten beitragen. Mehr dazu im SektorReport auf Seite 4.
Ein aktueller Deal aus unserer Beratungspraxis verdeutlicht diesen Trend exemplarisch: Der Verkauf der Meyer Gruppe an die TERRAS Holding GmbH ist primär ein Bau- und Infrastrukturdeal. Gleichzeitig spielte der zur Meyer Gruppe gehörende Recyclingplatz (Meyer Recycling) eine wesentliche Rolle in der strategischen Logik der Transaktion.
Der Deal zeigt, dass integrierte Recyclinglösungen heute als relevante Infrastruktur innerhalb nachhaltiger Wertschöpfungssysteme wahrgenommen werden – insbesondere in verdichteten Metropolregionen mit hoher Bautätigkeit. Mehr dazu im SektorReport auf Seite 6.