Vom Erfolg und der Förderung von Kunst –

Transfer Partners als Sponsor der Ostrale Biennale 2021

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Katharina Mika (katharina-mika-portrait.jpg)
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Es ist ein besonderes Jahr, nicht nur weil wir unser 20-jähriges Firmenbestehen feiern, sondern auch weil wir ein großes Projekt sponsern. Unser Anliegen als Unternehmen war es stets etwas Sinnhaftes der Gesellschaft zurückzugeben. Wir sind uns bewusst, dass die Zukunft erfolgreicher Deals von unterschiedlichen Faktoren sowie Märkten abhängt. Aus diesem Grund setzen wir uns für die Förderungen des Nachwuchses ein, sei es unser eigener Berufsnachwuchs oder junge Talente aus anderen Märkten. Transfer Partners möchte herausragende junge Menschen unterstützen, welche neue Ideen und Impulse haben – denn wir wissen, dass wir als nachhaltiges Unternehmen auf die nächsten Generationen angewiesen sind.

Seit knapp zehn Jahren teilen wir unsere Erfolge, indem wir die Kunst und Kultur fördern. Bisher beschränkte sich unser Engagement regional. Da wir in Düsseldorf sitzen, bietet die langjährige Kunsttradition der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens unterschiedliche Möglichkeiten. Wir kooperierten in Vergangenheit öfter mit der Kunstakademie Düsseldorf, indem wir aufstreben Künstler:innen finanziell unterstützten und diesen in unseren Räumlichkeiten Gelegenheit boten, ihre Werke auszustellen.

Für uns ist dieses Jahr ein wichtiges, aus diesem Grund wollten wir ein überregionales Projekt und damit auch ein größeres unterstützen. Infolgedessen sind wir auf die Ostrale gestoßen, eine internationale Ausstellung von Gegenwartskunst in Dresden. Da die Ostrale Biennale sich der Förderung von zeitgenössischer Kunst widmet und bei Künster:innen, Kunstliebhaber:innen und Kennern:innen höchste Achtung sowohl national als auch international genießt, wollten wir das Projekt umso lieber unterstützen.

Die Ostrale Biennale ist die drittgrößte internationale Ausstellung für zeitgenössische Künste in Deutschland und findet seit 2017 alle zwei Jahre in den Sommermonaten statt. Die ausgestellten Werke setzen sich mit den radikalen Veränderungen der Welt auseinander und zeigen den Besuchern neue Lebensmöglichkeiten auf. Die 13. Ausgabe der zeitgenössischen Kunstausstellung läuft unter dem Titel 'Atemwende'. Von Juli bis Anfang Oktober sind dort 557 Werke aller Genres von 138 Künstler:innen aus 34 Ländern ausgestellt. Die gezeigten Künstler:innen, kommen aus Ländern wie Aserbaidschan, Bangladesch, Peru, Singapur oder Togo und wurden aus insgesamt 1114 Bewerbungen ausgewählt.

Andrea Hilger, Gründerin und Direktorin der Ostrale Biennale, ist unsere Interview-Partnerin und steht uns Rede und Antwort.

Frau Hilger, stellen Sie uns das Projekt mal vor? Was hat Sie dazu bewegt, eine solche Ausstellung ins Leben zu rufen?

Am Anfang war es der Raum, der uns gerufen hat, damals noch im leer stehenden OSTRAGehege, über 20.000 Quadratmeter leere Räume gezeichnet von Verfall, aber ideal für Ausstellung in großem Format. Die OSTRALE Biennale ist die drittgrößte internationale Ausstellung für zeitgenössische Künste in Deutschland die seit 2017 zweijährig in den Sommermonaten stattfindet, bis 2016 jährlich. Sie ist keine Verkaufsausstellung per se, was uns die Freiheit gibt, abseits des Marktgeschehens gesellschaftlich relevante Themen zu diskutieren. Als Raumpionier öffnet die OSTRALE Biennale leer stehende Industrie- oder Kulturbranchen. Neben der Zusammenarbeit mit bereits etablierten kleineren Kunstinstitutionen und Ausstellungsorten in der Stadt wie der Gedenkstätte Bautzner Straße und dem Goethe-Institut Dresden revitalisierte die OSTRALE auch die Historische Tabakfabrik f6 in Dresden-Striesen als Hauptausstellungsfläche und verwandelte fast 6.000 qm Produktions- und Büroflächen in einen einzigartigen Ort für die Präsentation zeitgenössischer Kunstwerke.

Was bedeutet Ihnen die Ostrale?
Eine Möglichkeit, gesellschaftlich relevante Themen zu vermitteln. Was Politik nicht vermag, schafft die empirisch empathische Auseinandersetzung mit Kunst und das in allen Genres, um das Spektrum der zeitgenössischen Kunst widerzuspiegeln mit all ihren Möglichkeiten der Ausdrucksformen. Kunst als Kapital und Kernbestand einer neuzeitlichen Gesellschaft zu etablieren, ihre Innovationskraft ökonomisch und sozial zu organisieren und lokal, regional und international nachhaltig nutzbar zu machen, ist die Idee und das Ziel der OSTRALE. An einem industriehistorisch und architektonisch bedeutsamen Ort mit beträchtlichen Raumdimensionen (Ausstellungsfläche: 15.000 qm; Außenfläche: 50.000 qm) werden jährlich mehrere Hundert nationale und internationale Künstler für eine Teilnahme am Festival eingeladen. So kann sie im heutigen Zeitgeschehen ihren internationalen Stellenwert Richtung ‚Moderne‘ ausbauen.

Wie hat sich die Ausstellung über die Jahre entwickelt?
Größer ist sie eigentlich nie geworden aber, gehaltvoller, intensiver, qualitätsvoller, klarer. Ein starkes Team, welches hinter uns steht sowie unsere Vision, die sich verdichtet hat.

Welche Trends konnten bzw. können Sie ausmachen?
Räume werden immer knapper, das Publikum hat immer größere Sehnsucht nach solchen Formaten, die Finanzen sind oft und gerade hier in Dresden fragwürdig, die Künstler greifen immer stärker in umweltproblematische Themen ein und versuchen die Aufmerksamkeit als auch Wahrnehmung auf unsere globalisierten Probleme zu fokussieren.

Wo findet die nächste Ostrale 23 statt, gibt es schon einen Veranstaltungsort und vielleicht sogar ein Thema?
Wir hoffen hier in der Robotorn-Kantine! Das Thema, wie sollte es auch anders ein, wird heißen: Einführende Überlegungen zur Ästhetik einer ‚KlimawandelKunst‘. Diese sind am Anfang des 21. Jahrhunderts hochaktuell und überaus brisant, aber auch fragmentarisch. Schließlich sind sie zu einem wesentlichen Teil geprägt von persönlicher, wenn man so will von der ‚betroffenen‘ Natur des Einzelnen.“

Warum ist es Ihres Erachtens wichtig, Kunst zu fördern?
Weil Kunst die Sprache ohne Worte ist und einen großen Teil sagen kann, was nicht gut auszusprechen ist! Die Ideologie der OSTRALE ist es, dass Kunst ein Mittel der Kommunikation ist, der das Wort als Verständigung fehlen darf. Sie ist die sinnliche, empirische, aber auch empörte Wiedergabe und Wahrnehmung unserer Sucht nach Worten. Sie ist die Anregung, innerhalb verschiedener Ideen und Logiken zu agieren.“

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Ausstellung?
Das wir an diesem Ort in der Robotron-Kantine unsere Biennale-Heimat gefunden haben und die Finanzen dafür bereitstehen.“