
Im aktuellen SektorReport Industrials Q2 2026 richten wir den Blick auf ein Segment, das im deutschen Industrials-Universum lange als technische Selbstverständlichkeit galt und heute strukturell aufgewertet wird: die elektrische Mess- und Netzqualitätstechnik.
Schon im Vorquartal haben wir am Beispiel der Prozessfiltration gezeigt, wie Regulierung den Konjunkturzyklus als Nachfragetreiber ablöst. In der Messtechnik wirkt ein vergleichbarer Mechanismus, verstärkt durch die Energiewende.
VDE-Normen und DGUV-Vorschriften schreiben die wiederkehrende Prüfung elektrischer Anlagen verbindlich vor. Zugleich geraten die Verteilnetze durch dezentrale Erzeugung, Elektromobilität und wachsende Rechenzentrumslasten unter Druck, womit permanentes Netzqualitäts-Monitoring zur betrieblichen Pflicht wird. Anbieter von Mess-, Prüf- und Netzanalysetechnik bedienen damit einen regulatorisch und technisch erzwungenen Markt mit hoher Planbarkeit und wiederkehrenden Erlösen.
In diesem Segment ist das Anbieterfeld noch stark fragmentiert. Viele spezialisierte Mittelständler verfügen über etablierte Kundenbeziehungen und Wiederholumsätze aus Kalibrierung, Wartung, Schulung und Software, ohne jedoch die kritische Größe für stärkeres, marktbegleitendes Wachstum aufzuweisen. Genau dieses Profil konsolidieren Serial Acquirer wie Addtech und Indutrade seit Jahren im DACH-Raum. Der deutliche Größenabschlag im Vergleich zu börsennotierten Electrical-Equipment-Unternehmen macht diese Targets hochattraktiv, während die regulatorisch und durch den Infrastrukturausbau garantierte Nachfragesteigerung das Risikoprofil sehr stark begrenzt. Zusammen mit der Nachfolgewelle öffnet sich ein günstiges Bewertungsfenster. Mehr dazu im SektorReport Industrials Q2 2026 auf Seite 3.
Im Deal Report ordnen wir eine exemplarische Transaktion ein, die diese Konsolidierungsdynamik im deutschen Mittelstand veranschaulicht. Mehr dazu im SektorReport Industrials Q2 2026 auf Seite 5.




