
Verfügbarkeit ist die harte Währung im Maschinenbau. Eine Sortier- oder Pressenlinie, die steht, stoppt den gesamten Stoffstrom dahinter, und Betreiber zahlen für Reaktionszeit, Ersatzteilversorgung und Anlagenkenntnis Preise, die im Neuanlagengeschäft international kaum noch durchsetzbar sind.
Für M&A verschiebt das den Blick auf die installierte Basis und auf die Fähigkeit, sie über Jahrzehnte zu bedienen. Im Q1-Report haben wir gezeigt, wie Regulierung in der Prozessfiltration den Konjunkturzyklus als Nachfragetreiber ablöst. In der Recycling- und Sortiertechnik kommt beides zusammen.
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Der VDMA erwartet für den deutschen Maschinenbau 2026 ein reales Produktionsminus von 2 %, das vierte Rückgangsjahr in Folge. Hinter dem Durchschnitt laufen die Fachzweige auseinander. Die Abfall- und Recyclingtechnik erwartet ein Umsatzplus von 2,3 %, einen Orderzuwachs von 4,5 % und eine Exportquote von 70 %. Getragen wird das von Regulierung: Die EU-Verpackungsverordnung gilt seit dem 12. August 2026, der Circular Economy Act soll bis Jahresende folgen und die europäische Kreislaufquote bis 2030 von rund 12 auf 24 % heben.
Im Sektor Insight auf Seite 3 des SektorReport Industrials Q3 2026 ordnen wir ein, warum Käufer in diesem Segment den Serviceanteil höher gewichten als das Auftragsbuch und warum der Service an Fremdanlagen den Zugang zum nächsten Investitionszyklus öffnet.
Der Deal Report auf Seite 5 des SektorReport Industrials Q3 2026 zeigt die Logik an einer aktuellen Transaktion.
Vidia Equity hat im Juli 2026 gemeinsam mit H&G die Europress Umwelttechnik aus der Neuenhauser Gruppe herausgelöst; seit September bilden beide Unternehmen die neue Recyclingtechnik-Plattform des Investors. Erklärter Werthebel ist der Ausbau des Servicegeschäfts.
Weitere Insights zu dieser Transaktion sind im SektorReport Sustainability Q3 2026 zu finden: Neue Pfand- und Sammelsysteme schaffen europaweit Investitionsbedarf. Deutsches Recycling-Know-how wird damit zum gefragten Exportgut.




