Im ersten Quartal 2023 belasten die hohen Inflationsraten weiterhin die Konsumkonjunktur durch eine erheblich sinkende Kaufkraft und stark gestiegenen Finanzierungskosten. Dies hat dazu geführt, dass Konsumenten bei nicht-essenziell notwendigen Gütern wie Kleidung gespart und damit auch einen großen Einfluss auf Online-Händler in ganz Europa haben. Die Inflation für Waren und Dienstleistungen ist kontinuierlich auf seinen Höchststand von 7,6% im Februar 2023 angestiegen. Der Einzelhandel hat im ersten Quartal Umsatzrückgänge von 15%-20% verzeichnet, womit der Einbruch jedoch noch milder ausfiel als gemeinhin erwartet.
Gleichzeitig weist die Industriekonjunktur erste Erholungsanzeichen auf, die durch die Abnahme von Lieferengpässen in der Vorproduktion und stark sinkenden Energiepreisen gestützt werden. Derzeitig wird erwartet, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland im ersten Quartal 2023 um 0,2% im Vergleich zum Vorquatal zurückgehen, aber um 7% höher sein als dürfte, als das erste Quartal 2022.
Der Jahresausblick für die deutsche Wirtschaft hat sich aufgrund der Entwicklungen im ersten Quartal 2023 nochmal angepasst. So wird erwartet, dass die Inflationsrate rund 6,2% in 2023 betragen wird, was nur geringfügig niedriger ist als im Vorjahr. Zudem wird prognostiziert, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt marginal sinkt(- 0,1%), nachdem in 2022 noch ein leichter Anstieg vorhergesagt wurde. Dennoch sind viele Dienstleister und der Handel optimistisch, dass der Umsatz sich im Laufe des Jahres wieder erholen wird.